Liebe Eltern,

die Beziehung zwischen mir und der Evangelischen Kindertagesstätte HABAKUK beginnt im September 1982 – an meinem eigenen ersten Kindergartentag. An die dreijährige Kindergartenzeit dort habe ich natürlich kaum konkrete Erinnerungen. Wohl aber an das Gefühl, gerne dort gewesen zu sein. Nachdem ich als Erwachsene in Göggingen wohnen geblieben bin, war es für mich keine Frage, meine Kinder ebenfalls dorthin zu begleiten, wo ich mich schon wohl fühlte. Und das, obwohl wir einen städtischen Kindergarten in 50 Meter Entfernung direkt vor der Nase haben. So nehmen meine Kinder und ich zweimal am Tag eine bedeutend längere Wegstrecke auf uns – doch ich versichere Ihnen nicht nur aus nostalgischen Gründen!

Schon als mein Erstgeborener seinen Schnuppertag hier absolvierte, fiel mir die besondere Atmosphäre in diesem Haus auf. Positiv, energiegeladen und trotzdem irgendwie ruhig, offen und vor allem: gelassen.

Diese Umschreibung für ein Gefühl passt so unglaublich gut zu dem, was hier auch tagtäglich passiert: Zwischen Kindern untereinander, zwischen Erzieherinnen und Kindern, zwischen Erziehern und Eltern: Man wird gelassen, wie man ist. Man hat das Gefühl, richtig zu sein. Mit allem, was man mitbringt in diese Einrichtung, alle Freude und alle Sorgen der Erziehung.

Wir fühlen uns hier als ganze Familie angenommen, sicher und wunderbar geborgen.

Zwei Dinge hätten für mich allerdings auch den Ausschlag gegeben, meine Kinder hier unterzubringen, wenn ich nicht selbst schon hier gewesen wäre:

Zum einen das halboffene Gruppenkonzept: Im Kern bleiben die Kinder unterschiedlicher Altersstufen als Verbund zusammen. Mir ist das wichtig, um meinen Kindern in Zeiten des Wachsens und der Horizonterweiterung einen stabilen Hintergrund zu bieten.

Der zweite Grund ist, dass der Kindergarten unter kirchlicher Trägerschaft steht. Unsere Familie ist selbst nicht evangelisch, sondern katholisch. Aber darum geht es gar nicht. Wichtig war und ist mir eine Erziehung mit menschlichen Werten wie Nächstenliebe, Toleranz, Respekt. Doch auch dabei zeigt sich die Einrichtung offen und gelassen. Auch den muslimischen Kindern und Eltern wird ihr Glaube gelassen, so dass dieser Ort trotz Orientierung an christlichen Werten ein gelebtes Vorbild an interkultureller Kompetenz ist.

Liebe Eltern,

ich könnte noch Seite um Seite füllen und doch nicht alle einzelnen Dinge erfassen, die diesen Kindergarten zu einem wirklich wunderbaren Ort machen. Wichtig für Sie als Eltern ist jedoch zu wissen: Sie wählen mit diesem Kindergarten nicht nur die richtige Betreuung für Ihr Kind, sondern tatsächlich auch für sich selbst. Denn hier ist man gelassen, hier werden sie gelassen, kurzum: hier sind sie einfach richtig!

 

Ihre Elternbeiratsvorsitzende

Julia Stöhr-Schlosser