Neulich im Kindergarten …

Ein kleiner Junge hatte beim Stiefelanziehen Probleme. Die Erzieherin kniete sich nieder, um ihm dabei zu helfen. Mit gemeinsamem Stoßen, Ziehen und Zerren gelang es, zuerst den einen und dann den anderen Stiefel anzuziehen, als der Kleine sagte: „Die Stiefel sind am falschen Fuß!“

Und richtig, die Stiefel waren verkehrt herum angezogen. Nun war es genauso mühsam, die Stiefel wieder auszuziehen wie vorher anzuziehen. Als sie schließlich fertig waren, meinte der Junge: „Das sind nicht meine Stiefel!“

Die Erzieherin schluckte ihren Ärger herunter und sagte: „Warum sagst Du das erst jetzt?“, während sie ihm die Stiefel mit einiger Mühe von den Füßen zog. Da erklärte der Kleine deutlicher: „Das sind nicht meine Stiefel, weil sie meinem Bruder gehören. Aber meine Mutti hat gesagt, ich muss sie heute anziehen, weil es so kalt ist.“

In diesem Moment wusste die Erzieherin nicht, ob sie laut schreien oder still weinen sollte. Sie nahm ihre ganze Selbstbeherrschung zusammen und stieß, schob und zerrte die beiden Stiefel wieder an die kleinen Füße.

Fertig.

Dann fragte sie den Jungen erleichtert: „Okay, und wo sind Deine Handschuhe?“

„Ich habe sie in die Stiefel gesteckt!“